NINA funktionierte nicht richtig!

Katastrophenschutz-App warnte viel zu spät! FWG fragt beim Märkischer Kreis um Aufklärung nach.
Warn-App NINA

Am frühen Morgen des 3. November brach ein Großbrand bei einem Industriebetrieb für Galvanik in Werdohl aus. Ca. 250 Feuerwehrleute aus dem gesamten Märkischen Kreis leisteten Hilfe. Recht schnell wurden über die Radios und das Internet entsprechende Warnungen verbreitet, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Warn-App NINA hingegen warnte erst um ca. 13:40 Uhr und bei einigen Usern sogar überhaupt nicht. Das Feuer war (nach Presseberichten) um 15:30 Uhr gelöscht. Die Beendigung der Warnung über NINA fand aber erst gegen 21 Uhr statt.

Die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) ist eine grundsätzlich gute Idee. Sie ist eine vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Verfügung gestellte App für Smartphones, die dazu dient, der Bevölkerung wichtige bzw. dringende Warnmeldungen zukommen zu lassen. Sie ist die erste App, die zur Warnung der Bevölkerung in ganz Deutschland entwickelt wurde. Am 22.05.2017 wurde sie für den Märkischen Kreis freigeschaltet. Der für den Bevölkerungsschutz im MK, Herr Thomas Klein, schrieb www.maerkischer-kreis.de:

„Ich kann nur jedem empfehlen, sich diese App herunterzuladen, um im Krisenfall jederzeit schnell und aus erster Hand alle relevanten Informationen zu erhalten – unabhängig davon, wo man sich gerade befindet.“

Das können wir nur uneingeschränkt unterstützen. Die Realität allerdings sieht leider (s.o.) anders aus. Und nicht nur in Werdohl, sondern auch bei uns stößt diese Tatsache auf völliges Unverständnis und wirft natürlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen App auf.

Im Zeitalter der digitalen Technik macht es Sinn, eine solche App zu betreiben. Auch in Kierspe hatten wir schon Großeinsätze (Bombenfund im Volme-Freizeitpark am 12.08.2015), bei dem der Einsatz von NINA sinnvoll gewesen wäre.

Blindgänger
Nachfrage beim Märkischen Kreis

Aus diesem Grunde haben wir den Märkischen Kreis gebeten (s.u.), uns darüber zu informieren, warum die App nicht „funktionierte“. Möglicherweise ist die Verbreitung von der Kreisleitstelle zu spät initiiert worden oder gab es andere, technische Probleme. Wetterwarnungen über NINA beispielsweise erfolgen immer recht zeitnah, was es u.E. unwahrscheinlich macht, daß die App selbst fehlerhaft ist.

Es macht Sinn, das offensichtliche Versagen von NINA in diesem Fall schnell aufzuklären und entsprechende Maßnahmen zu treffen, damit das nicht mehr vorkommen kann.


Quellen

2017-11-07: Anfrage FWG beim MK wg. Fehlfunktion NINA

 


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